Schnelltests-Impfungen

Schnelltests

Wir bieten in unserer Praxis Schnelltests auf SARS-CoV-2 an. Damit können Sie innerhalb von ca. 15 Minuten mit relativ hoher Sicherheit klären, ob Sie mit dem Corona-Virus infiziert sind. Falls der Test positiv ausfällt, können wir direkt danach einen PCR-Bestätigungstest durchführen. Dieser Abstrich wird dann in ein Labor eingesendet, das Ergebnis liegt in aller Regel innerhalb von 48 Stunden vor.

Falls Sie Symptome haben (z.B. Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Halsschmerzen, Fieber, Geschmacksverlust), müssen Sie sich bitte für unsere Infektionssprechstunde anmelden.

Für Schnelltests ohne Symptome melden Sie sich bitte ebenfalls an der Rezeption (Tel: 04403-3222 oder termin@dr-brunnee.de) an. Wir müssen unsere Arbeitsabläufe planen, daher sind Tests ohne Anmeldung nicht möglich.

Aktuell hat jeder Bürger Anspruch auf einen Test pro Woche. Weitere Tests bieten wir auch als Selbstzahlerleistung (30€ incl. Sachkosten/Bescheinigung) an.

Impfungen

Unsere Praxis impft gegen das Corona-Virus. Wahrscheinlich werden wir im weiteren Verlauf vor allem den Vektor-Impfstoff (AstraZeneca) zur Verfügung gestellt bekommen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Wahl des Impfstoffes leider nicht möglich. Wir folgen den Empfehlungen der ständigen Impfkommission, nach der vor allem über 60-Jährige den Vektor-Impfstoff bekommen sollen (siehe auch weiter unten).

Diese Mengen sind natürlich leider bei weitem nicht ausreichend, sofort alle unsere Patienten zu impfen. Wir müssen daher Impfkriterien wie Alter/Vorerkrankungen für die Vergabe von Impfterminen mit berücksichtigen. Sie können sich gern in unserer Praxis auf die Warteliste eintragen lassen.

Wir haben mit der Impfplanung begonnen und die berechtigten Menschen angerufen. Bitte sehen Sie zum jetzigen Zeitpunkt davon ab, bei uns einen Impftermin zu erfragen. Wir kommen auf Sie zu, wenn Sie auf unserer Warteliste stehen und an der Reihe sind.

Wenn Sie an der Reihe sind, können Sie uns das Leben wesentlich erleichtern, wenn Sie schon einmal die entsprechenden Formulare (Aufklärungsbogen/Anamnese-Einwilligung) für den jeweiligen Impfstoff ausfüllen. Vielleicht können wir etwaige Fragen schon im Vorfeld telefonisch klären, das vereinfacht den Ablauf der Impfung. Es ist aber immer ein Arzt anwesend, um Fragen auch noch am Impftag zu klären.

Wahl des Impfstoffes

Auch wir müssen und werden uns an die Vorgaben des Paul-Ehrlich-Institutes halten bei der Verteilung der uns zur Verfügung stehenden Impfstoffe, eine Wahl ist nicht möglich bei Vorbehalten gegen den AstraZeneca-Impfstoff.

Die mRNA-Impfstoffe von BionTech und Moderna sind für die unter 60-jährigen Menschen und Patienten mit Autoimmunerkrankungen in der Vorgeschichte reserviert.

Die Vektor-Impfstoffe (AstraZeneca und in Zukunft evtl. Johnson oder Sputnik V) sind für über 60-Jährige vorgesehen.

Der Hintergrund für diese Entscheidungen ist folgender:
Die seltene Nebenwirkung der Hirnvenenthrombosen ist eine Reaktion des eigenen Abwehrsystems auf eigene Blutplättchen. Diese Thrombose hat also eine völlig andere Entstehungsgeschichte als z.B. eine Thrombose aufgrund von Rauchen, Antibabypille, langen Flügen, Krampfadern, Gefäßverkalkungen etc.. Hier werden die Blutplättchen z.B. durch mechanische Einwirkung aktiviert. Deshalb ist auch eine "Thrombose-Spritze", wie sie z.B. nach Operationen eingesetzt wird, keine Option zur Vorbeugung. Die Nebenwirkung ist eine Autoimmunreaktion, die nichts mit den üblichen Auslösern von Thrombosen zu tun hat. Daher sollten auch Patienten, die zu Autoimmunerkrankungen neigen, unabhängig vom Alter besser mit einem mRNA-Impfstoff geimpft werden. Da insbesondere jüngere Frauen zu Autoimmunerkrankungen neigen, wurde entschieden, Menschen unter 60 Jahren nicht mehr mit einem Vektor-Impfstoff zu impfen. Eigentlich hätte es gereicht, nur jüngere Frauen von der Impfung mit AstraZeneca auszuschließen, jedoch ist es politisch unkorrekt, die Geschlechter unterschiedlich zu behandeln. Daher die politisch begründete Entscheidung, auch Männer unter 60 nicht mehr mit AstraZeneca zu impfen.

Bei älteren Menschen ist die Neigung zu Autoimmunerkrankungen weniger ausgeprägt, dafür haben ältere Menschen ein vielfach höheres Risiko, an Covid-19 zu versterben. Daher sollten ältere Menschen bevorzugt mit AstraZeneca-Impfstoff geimpft werden, insbesondere solange nicht ausreichend anderer Impfstoff zur Verfügung steht.
Ich habe entschieden, auch ältere Menschen mit Autoimmunerkrankungen in der Krankengeschichte bevorzugt mit mRNA-Impfstoff zu impfen, alle anderen bekommen je nach Verfügbarkeit AstraZeneca.

Wer diese medizinisch begründeten Entscheidungen nicht akzeptiert und den AstraZeneca-Impfstoff aus persönlichen Gründen (wohl in aller Regel durch Verunsicherung in den Medien) trotz Kenntnis der obigen Argumentation ablehnt, muss sein Glück woanders versuchen.

Und noch ein persönliches Wort: Wir Älteren (ich bin mit 63 Jahren auch mit Astra geimpft worden) haben auch eine Verantwortung den Jüngeren gegenüber. Die Jüngeren tragen die Hauptlast des Lockdowns, um uns Ältere zu schützen, die wir ein vielfach höheres Risiko haben an Covid-19 zu versterben. Wir Älteren sollten daher bei der Wahl des Impfstoffes den Jüngeren den Vortritt lassen. Auch wir Älteren müssen unseren Teil der Verantwortung für das Ganze tragen.