Vorsorgevollmacht

Hinweise zur Vorsorgevollmacht

Quelle: Betreuungsstelle Stadt Oldenburg

  • Jede Bevollmächtigung birgt die Gefahr, dass die oder der Bevollmächtigte die eingeräumte Rechtsposition missbraucht und Handlungen im Namen der Vollmachtgeberin oder des Vollmachtgebers vornimmt, die nicht dessen Interesse dienen. Prüfen sie daher, wenn Sie eine Vollmacht erteilen genau, ob ein solcher Missbrauch möglich ist und schließlich Sie diesen aus.
  • Es ist ratsam, sich eine ärztliche Bescheinigung ausstellen zu lassen, aus der hervorgeht, dass die Vollmachtgeberin oder der Vollmachtgeber zum Zeitpunkt der unterschrift voll geschäftsfähig war und ist.
  • Grundsätzlich ist die Form der Vorsorgevollmacht formfrei. Es empfiehlt sich jedoch, gerade bei größeren Vermögenwerten, die Vollmacht notariell beurkunden zu lassen. bei Gründstücks- und Hausangelegenheiten ist eine öffentliche Beglaubigung bzw. Beurkundung erforderlich.
  • Bei vereinzelten Aufgabenkreisen, die von der Vollmacht umfasst sind, hat der Gesetzgeber trotzdem die Mitwirkung des Vormundschaftsgerichtes vorgesehen. Dies ist bei schwerwiegenden, ärztlichen Maßnahmen und bei Unterbringungsmaßnahmen der Fall (§§ 1904 und 1906 BGB)
  • Es gibt die Möglichkeit, die Vorsorgevollmacht mit einer Betreuungsverfügung zu kombinieren. Nach dem Betreuungsgesetz besteht Verpflichtung für jedermann, der Kenntnis von der Existenz einer Betreuungsverfügung hat, diese beim Amtsgericht abzugeben, wenn ein Betreuungsverfahren anhängig ist.
  • Es kann zusätzlich eine Patientenverfügung erstellt werden. Diese kann beim Hausarzt oder einer Vertrauensperson hinterlegt werden.
  • Bei Fragen wenden Sie sich an Ihre Betreuungsstelle, an das Vormundschaftsgericht oder an einen Rechtsanwalt oder Notar Ihres Vertrauens.